Freiwillige Feuerwehr Bishausen

Fleckengemeinde Nörten-Hardenberg

Großes Zeltlager 2026

VonNadine Grothey

Aug. 24, 2026

Eine Woche voller Abenteuer – Jugendfeuerwehr Bishausen beim Abschnittszeltlager 2026

Elf Jugendliche, neun Tage Zeltlager, jede Menge Abenteuer und eine Gemeinschaft, die in dieser Zeit noch einmal ein ganzes Stück enger zusammengewachsen ist: Anfang der Sommerferien machte sich unsere Jugendfeuerwehr Bishausen auf den Weg nach Eilenburg zum diesjährigen Zeltlager des Brandabschnitts Ost. Was folgte, war eine Woche, an die sich unsere Jugendlichen und Betreuer wohl noch lange erinnern werden.

Fünf Stunden Anreise – aber dann konnte es losgehen!

Am 3. Juli hieß es für unsere elf Jugendlichen: Taschen packen, einsteigen und ab ins Zeltlager! Gegen 13 Uhr starteten wir Richtung Eilenburg. Aus den geplanten drei Stunden Fahrt wurden allerdings stolze fünf. Doch auch die längste Anreise hat irgendwann ein Ende – und kaum angekommen, waren die Strapazen schnell vergessen.

Unsere Schlafzelte wurden bezogen und anschließend natürlich erst einmal das Lager erkundet. Und das konnte sich sehen lassen: Volleyballplatz, Fußballplatz, der direkt angrenzende See und – mindestens ebenso wichtig – das Kantinenzelt samt Snackstation. Für die kommenden Tage waren wir also bestens gerüstet.

Am Samstag folgte um 10 Uhr die offizielle Lagereröffnung. Danach durften wir erst einmal richtig ankommen. Bei ausgelassener Stimmung wurde gespielt, gequatscht und das Lagerleben genossen. Zwei Favoriten kristallisierten sich bei unserer Gruppe ziemlich schnell heraus: Volleyball und „Exploding Kittens“. Beides sollte uns während der Woche noch häufiger begegnen.

Turnier, Disko und ein ziemlich nasser Zoobesuch

Am Sonntag wurde es sportlich: Beim Wikingerschach-Turnier ging auch eine Gruppe unserer Jugendfeuerwehr an den Start. Mit viel Spaß und einer richtig guten Leistung kämpften wir uns bis ins Viertelfinale. Dort war zwar Schluss – enttäuscht sein musste nach dieser Leistung aber wirklich niemand.

Nach dem gemeinsamen Abendessen wartete bereits der nächste Programmpunkt: Disko! Schließlich gehört zu einem richtigen Zeltlager nicht nur Feuerwehr und Wettbewerb, sondern auch ordentlich Spaß.

Der Montag führte uns dann in den Zoo Leipzig. In Kleingruppen machten sich unsere Jugendlichen auf Entdeckungstour. Das Wetter zeigte sich dabei leider von seiner ziemlich nassen Seite, der guten Stimmung tat das aber keinen Abbruch. Zahlreiche Tiere wurden bestaunt, wobei unter anderem die Tiger zu den absoluten Highlights gehörten.

Nach so viel Laufen und Regen meldete sich spätestens auf der Rückfahrt der Hunger. Zurück im Lager warteten glücklicherweise Burger auf unsere ausgehungerte Meute – und die kamen genau zur richtigen Zeit.

Therme, Freundschaft und der legendäre „Tubbytoast“

Am Dienstag ging es gemeinsam mit der Jugendfeuerwehr Parensen in die Therme. Überhaupt entwickelte sich während des Zeltlagers ein richtig schönes Miteinander zwischen unseren beiden Jugendfeuerwehren. Viel Zeit wurde gemeinsam verbracht, gelacht und natürlich gegessen.

Denn eine kleine Tradition durfte an den Abenden kaum fehlen: der „Tubbytoast“. Auf einer Gaslampe zubereitet, wurde er so gut wie jeden Abend gemeinsam mit den Parensern verspeist. Manchmal sind es eben genau solche kleinen Dinge, die später zu den schönsten Erinnerungen einer Zeltlagerwoche gehören.

Auch kreativ wurde es an diesem Tag: Auf dem Zeltplatz konnten Taschen bemalt werden – als persönliches Erinnerungsstück oder als Mitbringsel für die Daheimgebliebenen.

Elf Waghalsige erobern BELANTIS – und Ponchio erobert uns

Der Mittwoch hatte es dann in sich: BELANTIS!

Achterbahn, Freefall-Tower, Schiffschaukel – unsere elf Waghalsigen ließen kaum eine Gelegenheit aus. Für jeden Geschmack und jede Portion Mut war etwas dabei. Das mitgebrachte Lunchpaket war entsprechend schnell verputzt – und auch das Taschengeld fand im Freizeitpark erstaunlich zügig neue Besitzer. 😉

Ganz nebenbei bekam unsere Jugendfeuerwehr an diesem Tag auch noch unerwarteten Zuwachs: Durch ausgesprochenes „Wurfglück“ wurde ein etwa 1,20 Meter großer Husky vom Stamme Kuscheltier gewonnen. Sein Name: Ponchio.

Und Ponchio durfte natürlich bleiben. Seit diesem Tag gehört der stattliche Vierbeiner zu unserer Truppe und hat damit vermutlich eine der ungewöhnlichsten Aufnahmeprüfungen in der Geschichte unserer Jugendfeuerwehr bestanden. Ponchio ist fortan das neue Maskottchen der Jugendfeuerwehr Bishausen – und trat selbstverständlich gemeinsam mit uns die Heimreise an.

Nach einem großartigen, aber auch ziemlich langen Tag ging es zurück ins Zeltlager, wo zum Abschluss Leberkäse auf die hungrige Truppe wartete. Wer glaubte, damit sei der Tag beendet, kannte unseren Lagerplan allerdings schlecht: Am Abend wurde noch Karaoke gesungen.

Ob jeder Ton getroffen wurde, lassen wir an dieser Stelle lieber offen. Die Stimmung jedenfalls war hervorragend!

Wasserski, Krankenhaus und ganz viel Zusammenhalt

Am Donnerstag stand wieder Wasser auf dem Programm. Beim Tretbootfahren mit Wasserrutsche und beim Wasserski konnten sich unsere Jugendlichen ordentlich austoben.

Ganz ohne Zwischenfälle blieb der Tag leider nicht. Zwei Unfälle innerhalb unserer Gruppe machten einen ungeplanten Ausflug ins Eilenburger Krankenhaus notwendig. Ein Erlebnis, auf das wir natürlich alle gern verzichtet hätten. Umso erleichterter waren wir, dass beide Zwischenfälle letztlich glimpflich ausgingen und wir am Ende wieder aufatmen konnten.

Was danach passierte, zeigte allerdings auf eine ganz andere Art, wie sehr unsere Gruppe während dieser Tage bereits zusammengewachsen war. Die beiden Verletzten wurden keineswegs einfach ihrem Schicksal überlassen. Im Gegenteil: Die ganze Truppe kümmerte sich rührend um sie. Mit Wärmflaschen, Massagen und jeder Menge Aufmerksamkeit wurde bis zum Ende der Freizeit alles dafür getan, die beiden wieder gesund zu pflegen.

Und vielleicht sagt genau das mehr über eine gelungene Jugendfeuerwehrfreizeit aus als jeder gewonnene Wettbewerb: Wenn einer aus der Gruppe Unterstützung braucht, sind die anderen da.

Noch einmal See, Sonne und Zeltlagerleben

Und dann war tatsächlich schon Freitag.

Bei sommerlichen 26 Grad zeigte sich Eilenburg noch einmal von seiner besten Seite. Perfektes Wetter also, um den See und die letzten gemeinsamen Stunden im Lager zu genießen.

Man merkte allerdings langsam, dass sich diese besondere Woche ihrem Ende näherte. Am Abend wurden bereits die ersten Sachen zusammengepackt. Schlafsäcke, Taschen und all die Dinge, die sich während einer Zeltlagerwoche auf wundersame Weise überall verteilen, mussten schließlich wieder ihren Weg nach Bishausen finden.

Am 11. Juli hieß es schließlich Abschied nehmen. Nach dem Mittagessen machten wir uns auf den Heimweg. Gegen 18 Uhr waren wir endlich wieder zu Hause.

Und tatsächlich flossen dabei auch ein paar Tränen.

Nicht, weil die Woche nicht schön gewesen wäre – sondern gerade weil sie so schön war.

Aus elf Jugendlichen, die gemeinsam nach Eilenburg gefahren waren, kam eine Gruppe zurück, die in diesen Tagen noch einmal deutlich enger zusammengerückt war. Es wurden neue Erfahrungen gesammelt, Herausforderungen gemeistert, Freundschaften gepflegt, gemeinsam gelacht und aufeinander aufgepasst. Unsere Jugendlichen sind in dieser Woche nicht nur als Jugendfeuerwehr, sondern auch persönlich ein Stück gewachsen.

Und natürlich kam da noch jemand mit nach Bishausen, der bei der Abfahrt neun Tage zuvor definitiv nicht auf der Teilnehmerliste gestanden hatte: Ponchio. Unser neuer vierbeiniger Kamerad wird uns wohl noch lange an diese besondere Woche erinnern.

Danke, Aileen und Sven!

Ein ganz besonderes Dankeschön geht deshalb an Aileen und Sven, die unsere Jugendlichen während dieser Tage begleitet und sich mit viel Herz, Geduld und Fürsorge um die Gruppe gekümmert haben.

Wer elf Jugendliche über eine komplette Zeltlagerwoche begleitet, weiß, dass dies weit mehr bedeutet, als lediglich ein paar Programmpunkte zu organisieren. Ihr wart Ansprechpartner, Organisatoren, Tröster, Motivatoren und habt dafür gesorgt, dass unsere Jugendfeuerwehr diese Woche so erleben konnte.

Danke euch beiden!

Und wenn wir am Ende eines solchen Zeltlagers feststellen, dass die Jugendlichen am liebsten noch geblieben wären und beim Abschied sogar die eine oder andere Träne fließt, dann kann es eigentlich nur ein Fazit geben:

Das war sie wohl – die schönste Woche des Jahres.

Unsere Jugendfeuerwehr Bishausen hat das Zeltlager 2026 in Eilenburg sichtlich genossen. Wir nehmen unzählige Erinnerungen, Geschichten, ein ziemlich großes neues Maskottchen und vor allem eine noch stärker zusammengewachsene Mannschaft mit nach Hause.

Gerne wieder! 🏕️🚒❤️